Die Querschnittsfläche eines Kabels bezieht sich auf den Querschnitt seines Kupfer- oder Aluminiumkerns.
Die Querschnittsfläche eines Kabels beinhaltet in der Praxis drei verschiedene Konzepte, die unterschieden werden müssen:
1. Nennquerschnittsfläche: Ein numerischer Wert, der zur Bestimmung einer bestimmten Leitergröße verwendet wird. Es ist ein Code für das Produktspezifikationsmodell und erfordert keine direkte Messung des tatsächlichen Querschnitts. Er wird hauptsächlich für die Dokumentenverwaltung und Produktionsanleitung verwendet.
2. Auslegungsquerschnittsfläche: Ein Wert, der in Niederspannungsverteilungssystemen nicht unter dem Auslegungswert liegen darf. Der Schwerpunkt der Bewertung liegt darauf, ob der Leiterwiderstandswert dem Standard entspricht, nicht die geometrischen Abmessungen.
3. Tatsächliche Querschnittsfläche: Die geometrische Querschnittsfläche des Leiters. Der Hersteller muss sicherstellen, dass der Gleichstromwiderstand des Leiters bei diesem Nennquerschnitt die Standardanforderungen erfüllt. Der tatsächliche Querschnitt kann aufgrund von Unterschieden in der Materialleitfähigkeit angepasst werden.
Berechnung und Auswahlgrundlage für die Kabelquerschnittsfläche
Berechnungsmethode: Die Formel für die Querschnittsfläche eines einsträngigen Leiters ist S=πr²; für mehrsträngige Litzen ist es die Querschnittsfläche eines einzelnen Strangs multipliziert mit der Anzahl der Stränge. Auswahlkriterien: Bei der Auswahl eines Kabeltyps müssen Faktoren wie die langfristig zulässige Strombelastbarkeit, die wirtschaftliche Stromdichte, der Netzspannungsabfall und die Kurzschlussstromstärke umfassend berücksichtigt werden.
Umwelteinflüsse: Hohe Temperaturen, niedrige Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und Verlegeart (z. B. Erdverlegung oder Verlegung in einem Rohr) beeinflussen die Kabelperformance. Entsprechende Materialien und Spezifikationen müssen gemäß den örtlichen Elektrovorschriften ausgewählt werden.