Brandschutz-Elektrokabel sind entscheidend. Im Brandfall sind kritische Systeme wie Alarme, Rauchabzug und Notbeleuchtung auf sie angewiesen – sie sind wirklich eine „Lebensader“. Aber wie wählt man die richtigen Brandschutzkabel aus? Merken Sie sich einfach diese vier Typen, und auch Sie können ein Experte werden!
Welche Arten von Brandschutzkabeln gibt es? Gemäß den „Allgemeinen Grundsätzen für flammhemmende und feuerbeständige Kabel und Leitungen“ werden feuerbeständige Kabel hauptsächlich in die folgenden vier Typen unterteilt:
Flammhemmende Kabel (ZR): Wenn diese Kabel auf Feuer stoßen, brennen sie nicht sofort, sondern langsam. Sobald das Feuer gelöscht ist, hören sie von selbst auf zu brennen und verhindern so die weitere Ausbreitung des Feuers. Sie eignen sich für allgemeine Brandschutzeinrichtungen wie manuelle Alarmknöpfe.
Feuerbeständige Kabel (NH): Diese halten hohen Temperaturen von 750 °C stand und können 90 Minuten lang kontinuierlich Strom liefern. Ihre Isolierschicht verwendet Glimmerband, das besonders hitzebeständig ist. Geräte, die im Brandfall besonders wichtig sind, wie Rauchabzugslüfter, Feuerpumpen und Notbeleuchtung, erfordern diesen Kabeltyp.
Mineralisolierte Kabel (BTTZ): Diese haben einen Kupferkern und eine Magnesiumoxid-Isolierung. Ihr Vorteil ist, dass sie hohen Temperaturen von 950 °C standhalten und zudem wasserdicht und explosionsgeschützt sind. Sie sind unerlässlich, um die Stromversorgungssicherheit an Orten mit extrem hohen Sicherheitsanforderungen wie Hochhäusern, Tunneln und Kernkraftwerken zu gewährleisten.
Halogenfreie raucharme Kabel (WD): Wenn diese Kabel brennen, produzieren sie sehr wenig Rauch und keine giftigen Gase. Laut Norm kann die Lichtdurchlässigkeit über 60 % erreichen. Daher sind sie in dicht besiedelten Gebieten wie U-Bahnen, Krankenhäusern und Schulen sicherer und reduzieren die durch Rauch und giftige Gase bei einem Brand verursachten Schäden.
5 Tipps zur Auswahl von Brandschutzkabeln:
Berücksichtigen Sie den Gebäudetyp: Für Hochhäuser oder unterirdische Projekte sind mineralisolierte Kabel (BTTZ) unerlässlich, da nur sie eine stabile Stromversorgung in solch extrem komplexen und gefährlichen Umgebungen gewährleisten können. Für normale Geschäftsgebäude ist es am besten, eine Kombination aus feuerbeständigen (NH) und halogenfreien raucharmen (WD) Kabeln zu verwenden. Dies gewährleistet sowohl Sicherheit als auch die Erfüllung praktischer Bedürfnisse.
Wählen Sie basierend auf der Systemwichtigkeit: Für kritische Geräte wie Feuerpumpen und Rauchabzugslüfter, die eine entscheidende Rolle bei der Brandbekämpfung spielen, müssen mineralisolierte Kabel verwendet werden, da ihr stabiler Betrieb für den Erfolg des gesamten Brandschutzsystems von entscheidender Bedeutung ist. Für sekundäre Lastgeräte wie Notbeleuchtung sind feuerbeständige (NH) Kabel ausreichend und kostengünstiger.
Wählen Sie basierend auf der Installationsumgebung: Wenn in feuchten Bereichen wie Kellern oder Schwimmbädern installiert, sollten vernetzte Polyethylen-isolierte (YJV) Kabel verwendet werden, und die Wasserdichtigkeitsklasse muss IP67 oder höher sein, um zu verhindern, dass Wasser den normalen Betrieb des Kabels beeinträchtigt. In korrosiven Umgebungen, z. B. in der Nähe von Chemieanlagen, sollten gepanzerte Kabel wie NH-YJV22 verwendet werden, da ihre Außenhülle korrosiven Substanzen wie Säuren und Laugen widerstehen kann.
Berücksichtigen Sie die Kosten: Wenn Sie Geld sparen möchten, verwenden Sie flammhemmende Kabel (ZR) und ergänzen Sie diese in kritischen Bereichen mit feuerbeständigen Kabeln (NH). Dies gewährleistet grundlegende Sicherheit bei gleichzeitiger Kostenkontrolle. Wenn Sie extrem hohe Zuverlässigkeit bevorzugen und bereit sind, mehr auszugeben, verwenden Sie mineralisolierte Kabel (BTTZ) im gesamten System, obwohl dies die Kosten um etwa 30 % bis 50 % erhöht.
Beachten Sie die Vorschriften: Wenn Brandschutzstromleitungen offen verlegt werden, müssen sie durch Metallrohre oder geschlossene Metallkanäle geführt und mit Brandschutzfarbe beschichtet werden, um die Brandsicherheit weiter zu erhöhen.
So prüfen Sie die Qualität nach der Auswahl:
Prüfen Sie Zertifikate: Beim Kauf von Kabeln sollte der Lieferant einen Prüfbericht eines Drittanbieters mit wichtigen Daten wie Brandwiderstandszeit und Rauchdichte vorlegen. Dieser Bericht bestätigt, ob das Kabel den Normen entspricht.
Testen Sie die Leistung: Muster können zur Prüfung an eine professionelle Einrichtung gesendet werden. Der Isolationswiderstand sollte geprüft werden und muss über 20 MΩ liegen. Die Feuerbeständigkeit sollte ebenfalls gründlich geprüft werden, um die tatsächliche Qualität des Kabels zu ermitteln.
Prüfung der Kennzeichnung: Legitime Kabel haben klare Kennzeichnungen wie „NH“ und „WD“ auf der Außenhülle aufgedruckt, die den Kabeltyp angeben. Diese Kennzeichnungen sollten klar und nicht leicht abreibbar sein. Wenn die Kennzeichnungen unklar oder leicht zu entfernen sind, ist das Kabel wahrscheinlich defekt.
Zukünftige Trends bei Brandschutzkabeln:
Flexible mineralisolierte Kabel: Diese Kabel könnten in Zukunft herkömmliche BTTZ-Kabel allmählich ersetzen, da sie einen kleineren Biegeradius haben, was die Installation erleichtert und die Baueffizienz um 50 % steigert. Dies spart erhebliche Zeit und Arbeitskosten.
Intelligente Überwachungskabel: Diese Kabel sind mit Temperatursensoren ausgestattet. Wenn die Leitungstemperatur zu hoch wird, wird sofort ein Alarm ausgelöst, der eine frühzeitige Erkennung potenzieller Gefahren ermöglicht und Brände verhindert. Dies ist besonders hilfreich für die Brandsicherheit.
Umweltfreundliche Materialien: Laut Branchenprognosen für 2025 wird der Anteil halogenfreier, raucharmer Kabel auf 80 % steigen. Immer mehr Orte werden in Zukunft diese umweltfreundlicheren und sichereren Kabel verwenden und so die Schäden für Umwelt und Menschen bei Bränden reduzieren.